Historischer Hintergrund für Name und Uniform der Kürassier Garde Mainz-Marienborn

Der Name und die Uniform stammt in Bezug auf das Preußische Kürassierregiment 6 „von Quitzow“ oder Regiment zu Pferde 1688, errichtet als Regiment du Hamel, ebenfalls bekannt unter den Namen Kürassierregiment von Schönaich oder „Ascherslebener Kürassiere. Dieses Regiment war eine Kavallerieeinheit der Königlich Preußischen Armee bis zur Kapitulation bei Anklam im Jahre 1806.

Ab 1. Mai 1722 bis zur Auflösung 1806 lag das Regiment in der Stadt Aschersleben in Garnison, daneben waren Oschersleben und Kroppenstedt ebenfalls Garnisonsstädte. Zu Berühmtheit gelangte es unter seinem Chef, Generalmajor, ab 1792 Generalleutnant Herzog Carl August von Sachsen-Weimar, (Regimentschef von 1784 bis 1794) dessen allbekannter Minister Goethe ihn gelegentlich in der Regimentskommandantur in Aschersleben besuchte und auf dem Feldzug 1792 begleitete.

In diese Zeit, genau gesagt in den ersten Koalitionskrieg 1792 – 1797 fiel auch die Belagerung von Mainz 1793. Hierzu lagerte auch eine Schwadron des 6. Kürassierregiments in Nähe des Chausseehauses in Marienborn.

Dieses Bild zeigt eine Fotomontage mit einen Ausschnitt aus einem Kupferstich von Georg Melchior Kraus, Mainz von Marienborn aus, während der Belagerung von 1793 und einem Kürassier, sowie dem Wappen unserer Garde.
Dieses Bild zeigt eine Fotomontage mit einen Ausschnitt aus einem Kupferstich von Georg Melchior Kraus, Mainz von Marienborn aus, während der Belagerung von 1793 und einem Kürassier, sowie dem Wappen unserer Garde.

Als Koalitionskriege werden die von 1792 bis 1815 dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und seinen europäischen Gegnern bezeichnet. Sie standen in der Kontinuität der Konflikte, die durch die Französische Revolution hervorgerufen worden waren, und beendeten die Zeit der Kabinettskriege.

Die Belagerung von Mainz war eine militärische Operation während dieser Zeit.

Nachdem die Stadt Mainz 1792 von französischen Truppen besetzt worden und im darauf folgenden März von Mainzer Jakobinern um Georg Forster die auf demokratischen Prinzipien beruhende Mainzer Republik gegründet worden war, schritten die Koalitionstruppen Preußens und Österreichs im folgenden Jahr zur Rückeroberung der Festung.

Die Geschichte dieser Belagerung wurde in den Jahren 1820 – 1822 durch Johann Wolfgang von Goethe, der wie schon erwähnt als Begleiter des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach auch an dieser Belagerung teilnahm, in Form eines fiktiven Tagebuches niedergeschrieben. Goethe sollte wohl als Kriegsberichterstatter fungieren, erhielt jedoch nicht die notwendige Freiheit hierzu. Nachdem er zu Beginn der Belagerung einiges detailliert notiert hatte, hörte er spätestens am 7. Juli damit auf.